Wednesday, 25 05 2022

Projekt zur Wiederbegehbarmachung der Turmterrasse musste aufgegeben werden

Krempe im Februar 2022

Abschlussbericht zum Projekt des Förderverein St. Peter zu Krempe e.V.
Wiederbegehbarmachung der Turmterrasse des Kirchturms der St. Peter Kirche zu Krempe

Die Idee zu diesem weiteren Turmprojekt konkretisierte sich, nachdem 2020 die Innenraumsanierung des Turms im Erdgeschoss abgeschlossen war, die vom Förderverein mit ca. 10.000 € unterstützt und der Kirchgemeinde Krempe in einer öffentlichen Feier offiziell übergeben wurde.

Da dem Förderverein schon vom satzungsgemäßen Vereinszweck sehr am Erhalt und der uneingeschränkten Nutzbarkeit des ganzen Kirchengebäudes gelegen ist, nahm der Vereinsvorstand sich vor, über Sanierung und Wiederbegehbarmachung der Turmterrasse genauere Informationen einzuholen.

Das führte im nächsten Schritt dazu, über eine Machbarkeitsstudie und deren Durchführung nachzudenken. Dieser Findungsprozess zog sich aufgrund verschiedener Problemstellungen über einen relativ langen Zeitraum hin.

Doch ließ der Förderverein sich davon nicht entmutigen und so kam es, unter Teilnahme wichtiger Vertreter der Kirchgemeinde und des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf, darunter Pastor Bruhn und Frau Preuß vom Baubereich der Kirchenverwaltung zusammen mit dem Vorstand des Fördervereins zu einer ersten offiziellen Baubegehung Anfang Februar 2020.

Aus dem dazu von Frau Preuß erstellten Protokoll wurde ersichtlich, welche Mängel an der Turmterrasse bereits vorhanden und zu beheben sind und welche Fragestellungen vom Verein vorab noch zu klären wären.

Dann begann der Vereinsvorstand zu recherchieren und Kontakte aufzunehmen. Auch Amtswehrführer Manfred Riemann war dazu für den Förderverein tätig geworden. All das war sehr zeit- und arbeitsintensiv, ging es dabei um den 2. Rettungsweg für Notfälle, einer möglichen Strahlungsgefährdung durch die Sendeantennen auf der Turmspitze und hierzu einzuholender Gutachten, den Brandschutz während der Turmnutzung und der Klärung der Haftungsfragen sowie um die unbedingt erforderlichen Reparaturarbeiten am äußeren Mauerwerk der Turmterrasse (Kostenermittlung).

Ganz unerwartet meldete sich dann eine Architektin bei Ruth Follert und teilte ihr mit, dass sie vom Förderverein St. Peter und der Machbarkeitsstudie gehört habe und bereit sei, uns bei unserem Projektwunsch zu unterstützen und ehrenamtlich zu begleiten.

Der Förderverein berichtete auf der Mitgliederversammlung am 03.09.2021, dass die Architektin Petra Reitz vom Architekten Team Appel (neu Jessen Reitz) aus Barmstedt sich inzwischen mit den Bauplänen des Kirchturmes befasst und dabei festgestellt habe, dass es oberhalb der Empore keine verwendungsfähigen Bauzeichnungen gäbe. Nach ausführlichen Recherchen von Pastor Bruhn wurde das bestätigt.

Auf besagter Mitgliederversammlung wurde der Vorstand durch mehrheitlichen Beschluss beauftragt, das fehlende Aufmaß der Baulichkeiten bis zu einer Kostenobergrenze von 1000,- € in Auftrag zu geben. Dieser erteilte daraufhin der von Frau Reitz dafür empfohlenen Firma Architektur Service Marion Wagenknecht aus Hemdingen den Auftrag, das Aufmaß für den Gesamtbereich oberhalb der Empore zu erstellen. Der Vermittlung von Frau Reitz ist es zu verdanken, dass der von der Mitgliederversammlung vorgegebene Kostenrahmen für das Aufmaß eingehalten werden konnte.

Ohne das bis dahin fehlende Aufmaß wäre die Fortführung des Turmprojektes nicht möglich gewesen. Diese Bauzeichnungen werden aber auch für alle zukünftigen Sanierungsarbeiten oberhalb der Empore benötigt, da erforderliche Kostenvoranschläge von zu beauftragenden Fachfirmen erst damit eingeholt werden können.

Am 27.10.2021 fand die zweite offizielle Baubegehung unter Beteiligung von Frau Preuß, Frau Reitz, Frau Wagenknecht, die unmittelbar anschließend mit der Erstellung des Aufmaßes begann, Baustatiker Jan Leineweber, Pastor Bruhn, Herrn Karallus, Frau Follert und Frau List von der örtlichen Kirchenverwaltung mit anschließender Beratung zur weiteren Vorgehensweise statt.

Da alle Fragen, bis auf die des zweiten. Rettungsweges, vorerst vom Vorstand geklärt werden konnten, bot Frau Reitz an, dazu Kontakt zum Bauamt und dem dortigen Brandschutzbeauftragten aufzunehmen. Nachdem dies erfolgt war, erhielt Ende Dezember 2021 das Architektur Team Appel Reitz per E-Mail die Information von der Kreisbaubehörde, dass aus Gründen des Brandschutzes unter keinen Umständen geführten Kirchturmbesteigungen in der St. Peter Kirche zugestimmt werde könne (ausführliche Infos dazu beim Vorstand).

Diese Nachricht traf den Vorstand des Fördervereins doch sehr überraschend, zumal keiner der Verantwortlichen bis dahin vor Ort gewesen war. Daher nahm der Vorstand nochmals Kontakt zu Frau Reitz auf, wobei dieses Gespräch dahingehend endete, dass wir mit dieser ablehnenden Aussage vom 21.12.2021 vom Bauamt des Landkreises die von uns initiierte Machbarkeitsstudie vorerst als abgeschlossen betrachten müssen. Dennoch war die Studie hilfreich, um zukünftig notwendig werdende Baumaßnahmen am Kirchturm durchführen zu können.

Sämtliche neu erstellten Bauzeichnungen sowie das Protokoll vom Kirchenbauamt liegen nun bei Interesse zur Einsicht im Kirchenbüro sowie bei Ruth Follert, Süderstr. 33 in Krempe bereit. Außerdem wird ein vollständiges Exemplar (einschl. des Abschlussberichtes zur Machbarkeitsstudie) der Bauabteilung des Kirchenkreises z. H. Frau Preuß überreicht werden.

Fazit dieser Machbarkeitsstudie:
Der Förderverein St. Peter zu Krempe e.V. übergibt der Kirchgemeinde Krempe sowie der Bauabteilung des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf, z.H. Frau Preuß, eine Zusammenfassung der gesamten Arbeit des Vorstandes an dem Projekt zur „Wiederbegehbarmachen der Turmterrasse des Kirchturms der St. Peter Kirche zu Krempe (2020-2022)“, ergänzt mit einem fachlich fundierten Bericht der uns begleitenden Architektin Frau Petra Reitz, sowie den neuen Bauzeichnungen, die mit freundlicher Unterstützung des Architektur Service Marion Wagenknecht erstellt wurden.

Wir danken Frau Reitz, die uns seit dem Frühherbst 2021 ehrenamtlich und unentgeltlich begleitet und erst diesen fundierten Abschlussbericht in seiner Klarheit ermöglicht hat.

Der Vorstand wird nach den Aussagen des Bauamtes vom 21.12.2021 der Mitgliederversammlung des Fördervereins am 25.03.2022 diesen Abschlussbericht vorlegen, wonach die Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis gelangt ist, dass das Projekt aus gegenwärtiger Sicht nicht realisierbar ist.

Ruth Follert
amt. Vereinsvorsitzende